
Gemeinschaftliches Wohnen bietet Potenzial für nachhaltige Veränderungen in Wiesbaden. Die Wohnprojektetage stellten neue Wohnkonzepte in den Mittelpunkt und zeigten, wie sie zu einer lebendigen Stadtgesellschaft beitragen können.
Gemeinschaftlich wohnen, Gegenwart gestalten
Unter dem Motto ›Gemeinschaftlich wohnen, Gegenwart gestalten‹ drehte sich Anfang Dezember alles um gemeinschaftliche Wohnformen und ihre Bedeutung für eine lebendige Stadtgesellschaft. Verschiedene Projektpartner trafen dafür mit Blick auf das ›World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026‹ zusammen, das unter dem Motto ›Design for Democracy. Atmospheres for a better life‹ steht.
Einblick in Projekte: Bierstadt-Nord als Zukunftsmodell
Im Anschluss an die Eröffnung der Wohnprojektetage im Stadtmuseum am Markt stellte sich das Wohnprojekt ›Gemeinschaftlich Wohnen Bierstadt-Nord e.V.‹ vor. Der Verein arbeitet seit seiner Gründung im August 2018 daran, ein lebendiges Mehrgenerationenwohnprojekt in Wiesbaden-Bierstadt zu realisieren, und gewann gemeinsam mit der GWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH das erste Konzeptvergabeverfahren der Stadt Wiesbaden. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro 3deluxe ist eine nachhaltige und energieeffiziente Architektur vorgesehen. Stimmen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Architektur und Politik tauschten sich im Anschluss darüber aus, welchen Herausforderungen und Lösungen gemeinschaftliches Wohnen begegnet. Dieter Brell, Creative Director von 3deluxe, ordnete das Projekt in den Zusammenhang mit dem ›WDC‹ ein.
Filmischer Einblick: ›Wer wagt beginnt‹
Ein Höhepunkt des Freitagabends war die Vorführung des Dokumentarfilms ›Wer wagt beginnt‹ mit anschließendem Filmgespräch im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses. Der Film begleitet die Wohnbaugruppe wagnis 4, die am Münchener Ackermannbogen ein innovatives Wohnhaus mit 53 Wohneinheiten verwirklicht hat. Der Bau-, Planungs- und Einzugsprozess werden mit allen Herausforderungen im Film dokumentiert. ›Wer wagt, beginnt‹ macht eindrücklich sichtbar, dass gemeinschaftliches Wohnen realistisch umsetzbar ist, und bot damit vielen Anwesenden Inspiration und Anstoß, über eigene Wohnideen nachzudenken.
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