Hauptsache –Frankytown

Wer Gästen seine(Wahl-)Heimatstadt Frankfurt zeigt, kann zwischen den Wolkenkratzern nicht nur eine Stadt präsentieren, die Geschäft lebt, sondern auch Vielfalt.

Hier, im Herzen der globalen Finanzwelt, treffen zahlreiche Realitäten aufeinander. Sie schreiben Geschichten, aus denen täglich ein faszinierendes Mosaik der Lebensstile entsteht und die weit über die wirtschaftlichen Themen hinausreichen.

Hat man die Alte Oper, den Maintower und die neue Altstadt besichtigt und ist über den Eisernen Steg gelaufen, um die Skyline in voller Pracht vorzuführen, bestehen unzählige Möglichkeiten, die Zeit in der Natur zu verbringen. 1991 beschloss die Stadt mit der GrünGürtel-Verfassung, grüne Freiräume zu schützen. Der Frankfurter Stadtwald ist mit mehr als 5.000 Hektar sogar größer als der Central Park in New York. 

Die Stadt wird nicht nur von denjenigen geprägt, die hier leben, sondern vor allem von Menschen, die täglich ein- und ausströmen. Es sind etwa 400.000 Berufstätige, deren Weg zur Arbeit in die Main-Metropole führt, halb so viele pendeln aus Frankfurt hinaus, um im Umland zu arbeiten. Damit sind Frankfurt und München die Städte in Deutschland, die am stärksten ›atmen‹. Dabei kommt dem Frankfurter Flughafen, der das Verkehrsdrehkreuz internationaler und nationaler Pendler*innen abbildet, eine wichtige Funktion zu. Er sichert nicht nur die Mobilität von Menschen und den Austausch von Waren, sondern verbindet die Stadt mit dem globalen Puls. Hier manifestiert Frankfurt seinen Platz im internationalen Wirtschaftsleben. 

Als Finanzmetropole steht Frankfurt für wirtschaftliche Kennzahlen wie Renditen, aber auch für eine dynamische Bevölkerung. Es sind Menschen, die hier leben und arbeiten, die ihre ganz eigene Geschichte schreiben – zum Beispiel über Gemeinschaften, die ihre Wurzeln in fernen Ländern haben und mit ihrem festen Platz in Frankfurts kultureller Landschaft zur Diversität beitragen. Es finden sich hier etwa 280 religiöse Gemeinden, die alle bedeutenden Weltreligionen repräsentieren – oft ohne viel Aufhebens. So lebt in der Taunus-Region beispielsweise eine der größten südkoreanischen Communitys Europas: Seouls Gouvernement betreibt in Frankfurt eine muttersprachliche Schule und in Eschborn sind 144 koreanische Unternehmen ansässig. 

Wo das Geld die Hände wechselt, entpuppt sich die Stadt als Schmelztiegel für eine Vielzahl von Lebensstilen, Kulturen und Altersgruppen. Eine Initiative, die dies vorantreibt, ist der ›International Stammtisch‹, gemeinsam getragen von der Stadt Frankfurt sowie verschiedenen Organisationen und Einrichtungen. Hier treffen sich Menschen, um ihre Kultur und Bräuche zu teilen, aber auch, um Einheimische kennenzulernen, die sich für ihre Kultur interessieren. Ob durch Sprache, Sport oder Kultur – zahlreiche internationale Communitys helfen Neuankömmlingen, sich in der Region willkommen zu fühlen, und tragen dazu bei, Frankfurt als einen Ort der Interkulturalität zu begreifen. 

Doch in der Realität der Fülle liegen auch Herausforderungen. Der Wohnungsmarkt stöhnt unter der Last und sorgt mit Knappheit und hohen Preisen für Unzufriedenheit. Der kulturelle, digitale und demografische Wandel führte innerhalb der Planung zu Fehleinschätzungen und resultiert im Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Leerstand von Bürogebäuden, skrupellose Gentrifizierungsprozesse und allem voran Frankfurts eigener Anspruch auf Exklusivität und Zeitgeist stehen im Widerspruch zur Nivellierung prekärer Lebensumstände. Es sind Probleme urbanen Lebens.  

Als kritischer Faktor wird auch die öffentliche Sicherheit wahrgenommen, die die Lebensqualität in einzelnen Bereichen auf die Probe stellt. Das charakteristische Bahnhofsviertel unterstreicht die ambivalente Natur der Stadt. Unübersehbar problematische Milieus wie die Drogenszene und das Rotlichtviertel verstehen es, sich selbst als Preis der Urbanität darzustellen. Wo gegensätzliche Herausforderungen zum Teil des täglichen Stadtbildes werden, halten die Menschen in Frankfurt auf faszinierende Weise zusammen. Die vielen Identitäten erschaffen Frankfurts einzigartige Szenerie, während Frankfurt parallel dazu neue Identitäten produziert. Es sind Yuppies, die für Sauerteigbrot anstehen, Manager*innen, die Austern schlürfen, und Alteingesessene, die seit Jahren ihre Stamm-Trinkhalle besuchen. Um es in den Worten eines ehemaligen Eintracht-Spielers zu sagen: ob Mainhattan oder Crackfurt, Hauptsache: Frankytown. – Treffender könnte man Frankfurt seinen Gästen gar nicht beschreiben. 



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