
Für den Schriftsteller und Psychiater Jakob Hein ist es höchste Zeit, unsere Auffassung vom Alkoholkonsum bis hin zur verminderten Schuldfähigkeit zu hinterfragen. Vor zehn Jahren stieß er auf das Buch ›Drunken Comportment‹ (1969) der Ethnologen Edgerton und MacAndrew und beschloss, es selbst zu übersetzen. Nun liegt es vor und wir erkennen jede Menge Zündstoff. Menschen verhalten sich hemmungslos, wenn sie betrunken sind. Offenbar wirkt das Zellgift auf Hirnregionen, die moralisches Verhalten kontrollieren. So weit, so simpel, so etabliert. Nur gibt es bis heute keinen empirischen Beweis dafür, dass es stimmt! Dagegen viele ungeklärte Fragen. Erstens: Wenn Alkohol eine Enthemmung im Hirn bewirkt, wieso reagieren Menschen verschiedener Kulturen sehr unterschiedlich darauf? Zweitens: Wenn Alkohol biologisch ›enthemmt‹, wieso gingen Menschen derselben Gesellschaft im Laufe der Zeit ganz unterschiedlich mit Alkohol um? Offensichtlich hängt es vom historischen und sozialen Kontext ab. Das eigene betrunkene Betragen an Karneval unterscheidet sich schließlich auch von dem auf einer feinen Cocktailparty. Drittens: Wieso spielt sich noch das schlechteste betrunkene Betragen innerhalb gewisser gesellschaftlicher Grenzen ab? Fazit: Nicht der Alkohol ist verantwortlich für unser betrunkenes Betragen, wir haben es schlichtweg so gelernt! Mit großem Gewinn für alle Hirnregionen gelesen!
Große Kunst
Junge Fotografie und mehr
Vorlaut
Life doesn’t frighten me
Aus der Gesellschaft
Über die besten Eier, die Welt und Hühnerglück
Der Frankfurter Globetrotter
Demokratie zum Hören
Restaurant Tipps
Fine oriental Food
Küche mit Haltung
›Meet and Eat‹ im Kreuzberger Himmel
Zeit für dich
Wo Ruhe zum Luxus wird
Schnell und präzise
Entspannung mit Weitblick
Lebensfreude steht im Mittelpunkt
Leckere Rezepte
Gaumenschmaus à la Ukraine
Oladky zum Vernaschen!
Matcha Haferlatte
Erdbeertörtchen
Mode & Fashion
Zur Kultur des Geschmacks
International shoppen