
Andreas Reichlin ist nicht unbedingt ein Mann der vielen Worte oder jemand, der die Öffentlichkeit sucht. Doch wer den ruhigen Schweizer je in seinem Atelier am Zugersee über seinen Feuerring sprechen gehört hat, versteht, warum dieser so wertvoll ist – in jeder Hinsicht. Der Feuerring sollte stets mehr sein als ein Objekt, auf dem man – wie es in der Schweiz heißt – grillieren kann. Reichlin ging es schon zu Beginn um die Suche nach der perfekten Form, um die Beantwortung der Frage, wie man etwas schafft, das überdauert. Lange überdauert. Reichlin war begeistert von der abstrakten Idee, mit der der Bildhauer Constantin Brancusi seine Rundplastik ›Der große Fisch‹ (1930) schuf und sie dabei so verdichtete, so reduzierte, dass das Ergebnis eine unendliche Formschönheit bot, vollendet und kunstschön.
Die Aufgabe für Reichlin war also keinesfalls trivial. Wie kreiert man einen Klassiker? Dabei war die Beantwortung der Frage, was stimmen musste, im ersten Moment recht einfach. Alles, glaubte Reichlin, der seine Faszination für das von ihm geschaffene Objekt bis heute nicht verloren hat und permanent daran weiterarbeitet. Proportionen, Materialisierung, Statik, Haptik – bis hin zu den ökologischen und ökonomischen Dimensionen der Produktion. Dass man auf dem Feuerring zudem besonders gesund grillieren kann, wurde bei all den Ansprüchen fast zur schönsten Nebensache. Doch anders als bei Hightech-Geräten gibt es hier keine Leitung, keinen Rost, keinen Knopf. Es gibt eigentlich nichts, was je kaputt gehen könnte. Das klingt einfach, ist aber wahrscheinlich das Schwierigste überhaupt.

Was mit kleineren Abmessungen begann, nimmt heute fast gewaltige Dimensionen an. Während beispielsweise der Feuerring D mit 100 Zentimetern Durchmesser genau 100 Kilo wiegt, sind die neuesten Feuerringmodelle LUNA GRANDE mit fast zwei Metern Durchmesser nun 760 Kilogramm schwer. Wenn sie erst einmal ihren Platz im Garten gefunden haben, könnten ganze Generationen einer Großfamilie gemeinsam dort sitzen und grillieren. Jetzt, in 100 und vielleicht auch noch in 1.000 Jahren. Reichlin denkt langfristig. Schön, dass es ihn gibt!
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