
In jahrhundertealten Mauern beginnt ein neues Kapitel der Gastlichkeit: Die Stiftung Kloster Eberbach übernahm wieder die Gastronomie in Eigenregie und eröffnete im November mit neuem Konzept unter der Leitung von Rosa Roccaro die Klosterschänke. Mit sizilianischem Herzblut, handwerklicher Raffinesse und einer Prise klösterlicher Inspiration entsteht hier ein Ort, an dem sich Kulinarik und Kultur begegnen. VivArt über ehrliches Handwerk, neue Wege und Kulinarik, die inspiriert.
Vom Einfachen das Beste – Regionalität trifft italienische Küche
Die Verbindung von Regionalität, Authentizität und Handwerk ist das Leitmotiv dieses Neubeginns mit dem Motto »Vom Einfachen das Beste«, einem Motto, das schon Franz Keller inspirierte und hier ebenso genau passt. Passend dazu wurden auch die Gerichte im Zusammenspiel mit ausgewählten Weinen aus Kloster Eberbach konzipiert, die alle auf der Karte als offene Ausschankweine – zu sehr fairen Preisen – angeboten werden und die ganze Vielfalt des Eberbacher Lagenschatzes zeigen. Eine echte Symbiose von Kloster und Weingut auch im übergeordneten Sinne.

Rosa Roccaro: Handwerk, Leidenschaft und Familientradition
Als gebürtige Wiesbadenerin mit sizilianischen Wurzeln bringt Rosa Roccaro das Erbe ihrer Familie ebenso mit wie das Gespür für guten Geschmack und echte Gastfreundschaft. »Bei uns wurde aus Familientradition immer bodenständig und gut gekocht«, erzählt sie. »Ich habe früh gelernt, dass gute Zutaten das Wichtigste sind – und dass weniger oft mehrbedeutet, wenn es nur ehrlich und hochwertig ist.« Ihre Leidenschaft für das Handwerk und das Verständnis für Teamarbeit wuchsen im elterlichen Betrieb, wo sie die Gastronomie von der Pike auf lernte. Nach dem Erfolg ihres eigenen Restaurants ›Butta la Pasta‹ in Wiesbaden – das seit über acht Jahren eine feste Adresse für handgemachte Pasta ist und weiterbestehen wird – hat sie nun für Kloster Eberbach eine eigene kulinarische Sprache entwickelt. Die Zutaten sind regional und mit Bedacht gewählt. Selbst die Tomaten für das Sugo werden von Hand passiert und mit Rotwein, Rosmarin, Karotten und Staudensellerie zu einer Sauce verfeinert, die zugleich tief und leicht im Geschmack ist. Dazu serviert sie frisch gebackenes Sesambrot und samtiges Olivenöl nach dem Rezept ihrer Großmutter Angela.

Ein Ort, der Genuss und Begegnung vereint
»Die Klosterschänke soll ein Ort sein, an dem sich die Seele wohlfühlt – wo Essen nicht nur satt, sondern glücklich macht«, beschreibt Rosa Roccaro ihre Philosophie. »Die Küche ist klösterlich inspiriert, rheingauerisch geprägt – alles auf italienischer Basis!« »Es ist ein Herzensprojekt der Stiftung» erklärt dazu Julius Wagner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Eberbach, »denn erst die Gastronomie macht diesen Ort wirklich lebendig. Dabei haben wir jedes Detail gemeinsam mit Rosa durchdacht – von den großen runden Tischen über Keramik aus der Benediktinerabtei Maria Laach bis hin zu Siebträger und eigenen Brotrezepturen mit dem Rheingauer Bäcker Dries.« Wie in italienischen Großfamilien und Rheingauer Straußwirtschaften können die Gäste zusammensitzen und gemeinsam aus einer Schüssel essen.
Unterstützt von der Stiftung Kloster Eberbach
»Wir glauben fest an das Konzept, diesen Teil des Erlebnisses Kloster Eberbach als eine Genuss-Gesamtheit von besonderen Weinen und einer hervorragenden Küche«, sagte Weinbauminister Ingmar Jung anlässlich der Eröffnung. Als Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung hat Staatsminister Jung den Weg zur Umsetzung der Klosterschänke in Eigenregie vorangetrieben und betont: »Wir werden die Weine der Hessischen Staatsweingüter zusammen mit anderen herausragenden Weinen aus dem Rheingau und von der Hessischen Bergstraße in einen hervorragenden kulinarischen Zusammenhang stellen.«

Öffnungszeiten:
Mo–Mi & So 12–21.30 Uhr
Do, Fr & Sa 12–22.30 Uhr
Kloster Eberbach, gegründet 1136 von Bernhard von Clairvaux, besteht bis heute als vollständig erhaltenes Gesamtensemble herausragender Bauten aus Romanik, Gotik und Barock. Im Jahr 1998 wurde die gesamte Liegenschaft vom Land an eine öffentlich-rechtliche Stiftung übertragen, die seitdem die Mittel für Betrieb und Unterhalt selbst erwirtschaftet. Sie finanziert sich über Eintrittsgelder, Spenden, Führungen, Veranstaltungen, Miet- und Pachteinnahmen. Der Schutz und der Erhalt des herausragenden Kulturdenkmals sind die Kernaufgaben der Stiftung. Dazu gehören, neben dem aufwändigen Unterhalt und Betrieb der denkmalgeschützten Klosteranlage, die Förderung kultureller Projekte. Der Stiftungsauftrag lautet: Werte erhalten, Zukunft gestalten, Dialog fördern.
Weitere Artikel zum Thema Essen & Trinken finden Sie in der der aktuellen Ausgabe VivArt. Verpassen Sie keine Ausgabe:
Restaurant Tipps
Fine oriental Food
Küche mit Haltung
›Meet and Eat‹ im Kreuzberger Himmel
Leckere Rezepte
Erbsen, Burrata und schwarze Oliven
Kunst & Kultur
Junge Fotografie und mehr
Vorlaut
Life doesn’t frighten me
Zeit für dich
Wo Ruhe zum Luxus wird
Schnell und präzise
Entspannung mit Weitblick
Lebensfreude steht im Mittelpunkt
Neues aus der Gesellschaft
Über die besten Eier, die Welt und Hühnerglück
Der Frankfurter Globetrotter
Demokratie zum Hören
Handwerk im Wandel
Mode & Accessoires
Unaufdringliche Ästhetik
EIN ZIMMER VOLLER UNIKATE