
Fasan Catering & Events ist in Wiesbaden eine feste Größe. Ob Unternehmen, Institutionen oder private Gastgeber: Fasan sorgt mit feinen orientalischen Buffets für gelingende Feiern und Veranstaltungen. Zarlasht Zadran hat die Küche geprägt – und zugleich einen Ort geschaffen, an dem Menschen ankommen können.
Orientalisches Catering in Wiesbaden mit Tradition
In der Küche von Fasan Catering & Events in der Schwalbacher Straße herrscht reges Treiben. Die Speisen sind zubereitet und können direkt aus der Vitrine gewählt werden, im Hintergrund wird aufgeräumt. Ich bin mit Humeira Omar und Nazita Lashkari verabredet. Die beiden Frauen aus Afghanistan sorgen seit vielen Jahren für das, was den ausgezeichneten Ruf von Fasan ausmacht: die feine orientalische Küche. Als Kernteam zaubern Omar und Lashkari mit einigen Aushilfen zuverlässig die schmackhaftesten Buffets ganz in Tradition von Zarlasht Zadran. Die geflüchtete, alleinerziehende Frau hatte Mitte der 90er Jahre das Feinkostgeschäft Fasan in Wiesbaden gegründet und mit ihren Rezepten den Grundstein für den anhaltenden Erfolg gelegt.

Von Afghanistan nach Wiesbaden: die Geschichte hinter Fasan
Omar kam 2010 zum ersten Mal zum Mittagessen dorthin. Und wie es die Art von Zarlasht Zadran war, begann sie ein freundliches Gespräch mit der Frau, die wie sie dem Krieg in Afghanistan entronnen war. »Ich bin von Hause aus eine gute Köchin«, sagt Omar lachend. Und so nahm sie gern das Angebot an, im Fasan zu helfen und blieb bis heute. Die Gründerin selbst verstarb 2020. Seitdem führen ihre Söhne Zabi und Abdullah Zadran den FASAN weiter.
Traditionelle Rezepte als Erinnerung an Zarlasht Zadran
»Die traditionellen Speisen kochen wir heute noch genau so wie damals – je nach Wunsch auch in persischen, indischen oder arabischen Varianten«, erzählt Omar. Die Rezepte werden nicht allein deshalb weiter angewendet, weil sie so lecker sind, sondern auch »weil wir damit unsere Liebe für Zarlasht zeigen«, wie Omar betont. »Sie war ein großherziger Mensch und hat vielen afghanischen Frauen hier und in unserer Heimat geholfen.« Nach dem Tod ihrer Mutter führen die beiden Brüder Zadran diesen Gedanken weiter: Frauen eine Perspektive geben und ihnen gleichzeitig Verantwortung und Eigenständigkeit übertragen. Auch Nazita Lashkari zählt dazu, die in Wiesbaden ihre Heimat und bei den Zadrans eine feste Anstellung gefunden hat.

Samosas, Mantus und orientalische Buffets – alles handgemacht
300 Teigtaschen hat Omar heute schon vorbereitet – in nur einer Stunde. Die Routine macht’s. Samosas sind ein fester Bestandteil der orientalischen Küche und werden für fast jedes Buffet bestellt, das Fasan Catering & Events bei seinen Kunden aufbaut. Das Catering ist inzwischen der wesentliche Schwerpunkt und wächst weiter. »Entscheidend dabei ist: Hier wird noch ›richtig‹ gekocht«, ergänzt Abdullah Zadran. »Ob Sie Mantus oder Hackbällchen oder was auch immer bestellen, es ist alles handgefertigt, natürlich aus frischen Zutaten ohne Tiefkühlkost.« Aktuell plant Fasan Catering & Events einen Marktstand. »Er wird noch einmal unterstreichen, dass es afghanisches Handwerk ist, was hier über die Theke geht.«
Orientalisches Catering und ein Stück Heimat in Wiesbaden
Bevor ich mich verabschiede, frage ich Humeira Omar, ob sie Afghanistan vermisse. Sie schüttelt den Kopf.»„Meine Schwestern, eine Frauenärztin und eine Lehrerin, dürfen beide nicht arbeiten und die Mädchen, nicht zur Schule gehen. Nein, dort will ich nicht leben«, sagt sie freundlich zum Abschied und nimmt ihre Arbeit in der Küche wieder auf.

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