Zukunftsvision: Mauritius-Höfe

In der heruntergekommenen, aber kultigen City-Passage herrschte seit 2015 gähnender Leerstand. Vorbei die Zeiten, als Boy Records, zahlreiche Boutiquen und das beliebte Schulschwänzer-Café Cicero in den 1990ern noch viel junges Volk anzogen. Seit der ›Wiesbaden Biennale‹, die das für elf erstaunliche Tage im Spätsommer 2018 aufgelassene Areal mit Performancekunst füllte, wartet die Passage nun auf neue Inspiration. Höchste Zeit für eine Zukunftsvision, die von hier auch unsere weitere Innenstadt in Aufbruchstimmung versetzen möchte.

Renderings: Architekten KSP Engel und SEG Wiesbaden mbH

»Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich«, bekannte der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH (SEG) Andreas Guntrum in einer Pressekonferenz, bei der das Ergebnis eines Ausschreibungsverfahrens vorgestellt wurde, mit dem ein Investor für das länger brachliegende Areal gesucht worden war. Seit rund 15 Jahren habe man versucht, erst einen »Fuß in die Tür« zu bekommen, um die Zukunft dieses wichtigen Blocks im Herzen der Stadt mitbestimmen zu können. Dann habe aufgrund vieler Bemühungen die städtische Wiesbaden Holding GmbH (WVV) schließlich das Grundstückspaket von privat erwerben können und nun sei man mit der Suche nach einem Projektentwickler und Investor für den Neuanfang am Ziel angekommen, bemerkte ein sichtlich zufriedener SEG-Chef.

Und in der Tat: Die Wiedergeburt des mit rund 7.200 m2 beträchtlichen Areals der ehemaligen City-Passage in an sich bester Innenstadtlage stellt eine einmalige Chance dar, dem Idealbild einer urbanen und aufenthaltsfreundlichen Fußgängerzone mit 

inhabergeführter Ladenstruktur wieder ein gutes Stück näherzukommen. Nachdem es die SEG auf der benachbarten Fläche der Kleinen Schwalbacher Straße und der Mauritius-Passage schon vorgemacht hat, konnte sie nun einen Investor für das lange Zeit ungenutzte Areal finden.

Der Investor und Projektentwickler Art-Invest Real Estate mit Sitz in Frankfurt überzeugte mit seinem Konzept ›Mauritius-Höfe‹ die SEG, die von der WVV als Eigentümerin mit der Steuerung des Vergabeverfahrens beauftragt worden war. »Es kristallisierte sich heraus, dass Art-Invest Real Estate als Bestbieterin nicht nur sämtliche Anforderungen erfüllt, sondern mit dem präsentierten Entwurf auch städtebaulich überzeugen konnte«, fasst Guntrum die Qualität des Angebots zusammen.

Renderings: Architekten KSP Engel und SEG Wiesbaden mbH

Auch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, in das Verfahren nicht nur als Aufsichtsratsvorsitzender der WVV, sondern auch als amtierender Stadtentwicklungsdezernent involviert, unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung: »Gerade für die dringend notwendige Belebung unserer Innenstadt ist dies ein überaus wichtiges Schlüsselvorhaben; es geht um nicht mehr oder weniger als die Belebung eines ganzen Blocks an der zentralsten Stelle unserer City – sozusagen die ›Herzkammer‹ der Stadt, die hier auf der Agenda steht«, so Mende.

Auch wir finden die Idee mehr als reizend, dass aus der einstigen Passage nun eine urbane Altstadtlage entlang einer offenen Wegeverbindung zwischen Schwalbacher Straße, Kirchgasse, Faulbrunnenstraße und Kleiner Schwalbacher Straße entsteht. »Ein geschlossenes Einkaufszentrum an dieser Stelle im Stadtgefüge war nicht mehr die zeitgemäße Antwort«, erläutert SEG-Chef Guntrum die städtebauliche Vorgabe im Verfahren. Mit den ›Mauritius-Höfen‹ entsteht weit mehr: eine offene und kleinteilige Bebauung mit einem zukunftsfähigen Mischnutzungskonzept, zu dem sich Art-Invest vertraglich verpflichtet. Die Erdgeschosszone soll demnach ›belebenden‹ Nutzungen wie Einzelhandel und Gastronomie vorbehalten sein. In den oberen Geschossen sollen Flächen für weitere gewerbliche Nutzungen 

für zusätzliche Frequenz sorgen – wie zum Beispiel ein Hotel und Büroflächen. Darüber hinaus sind auch Wohnungen geplant, sodass der Standort zukünftig von einem vielseitigen Nutzungsmix geprägt wird. Als teils bewohntes Areal wird seine Vitalität auch nach Ladenschluss nicht enden.

Mit der Projektentwicklung soll aufgrund der Bedeutung dieses innerstädtischen Grundstücks für das Wiesbadener Stadtgefüge besser früher als später begonnen werden. »Gesamtstädtisch haben wir ein großes Interesse an einer zeitnahen und finanziell abgesicherten Realisierung der Projektentwicklung«, bekräftigt auch WVV-Geschäftsführerin Bernadette Boot die Entscheidung für Art-Invest Real Estate. Auch Stephen von der Brüggen, Geschäftsführer und Frankfurter Niederlassungsleiter des Investors, ist zufrieden, dass sein Konzept überzeugen konnte: »Wir freuen uns auf die bevorstehende Aufgabe, nach gemeinsamer Idee mit KSP Jürgen Engel Architekten an dieser bedeutenden Lage in Wiesbaden ein hochattraktives, gemischtes Quartier zu entwickeln und eine neue Adresse zu etablieren. Die Mauritius-Höfe werden eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.« VivArt freut sich auf die Realisierung durch das deutsche international agierende Architekturbüro, das sich bereits durch andere Großprojekte wie die Deutsche Börse oder die KPMG Headquarters verdient gemacht hat. Glück auf, Innenstadt!

SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH

seg-wiesbaden.de 


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