
Das Bahnhofsviertel ist ein Ort mit Geschichte. Ein Großteil der Gebäude hat den zweiten Weltkrieg überstanden, weshalb man hier noch heute Architektur aus der Kaiserzeit bewundern kann. Die Kaiserstraße, als Mitte des Bezirks, wurde als Boulevard errichtet, der Glanz und Reichtum ausstrahlen sollte. Ende der 80er-Jahre wird die Infrastruktur jedoch vernächlässigt, die Gegend entwickelt sich zum Problemviertel. Das Rotlichtmilieu wächst, Drogenkonsum und Kriminalität nehmen zu.
Rusbeh Toussi ist Clubbetreiber im Bahnhofsviertel. Er erzählt uns, dass die meisten Suchtkranken durch Zufall in ihre Abhängigkeit geraten, indem sie etwas rauchen, ohne zu wissen, dass es sich um Heroin handelt. Seiner Meinung nach wird das Bahnhofsviertel vernachlässigt – sei es durch mangelnde Unterstützung seitens der Kommunalpolitik oder durch die Gleichgültigkeit der Polizei gegenüber kriminellen Aktivitäten in leerstehenden Gebäuden und auf Straßen.
Wir treffen Toussi im Rahmen des Events »BahnhofsviertelatNight«, bei dem Besucher mit nur einem Ticket Zutritt zu sieben verschiedenen Clubs erhalten. Die Veranstaltung zieht zahlreiche Nachtschwärmer an, die die Vielfalt und Energie des Frankfurter Bahnhofsviertels erleben möchten. Ohne staatliche oder städtische Unterstützung möchten Toussi und andere Akteure in ihren Locations eine einladende Atmosphäre und Raum für Kultur schaffen.

Auch Can Yildirim, der 22-jährige Betreiber des K39, äußert sich zu den Herausforderungen und Chancen des Viertels. Für ihn ist das Bahnhofsviertel »das Herz von Frankfurt«. Was für Außenstehende oft nur ein Brennpunkt zu sein scheint, ist für viele Frankfurterinnen und Frankfurter außerdem ein lebendiger Ort voller Kultur und Gemeinschaft. Schon in jungen Jahren habe er gelernt, wie wichtig hier eine starke Nachbarschaftskultur ist. In seinem Club möchte er dieses Gemeinschaftsgefühl weiter fördern und das Viertel für Besucherinnen und Besucher aus anderen Teilen der Stadt zugänglicher machen.
Events wie »BahnhofsviertelatNight« begeistern nicht nur die Feiernden, sondern regen zudem eine Diskussion darüber an, wie das Bahnhofsviertel wahrgenommen wird und wie es sich weiterentwickeln könnte. Die Clubbetreiber setzen auf Eigeninitiative, um kulturelle Angebote zu schaffen und dem Viertel ein positives Image zu verleihen. Dabei geht es nicht nur um Unterhaltung, sondern auch um einen langfristigen Beitrag zur Aufwertung des Viertels.
Kunst
Junge Fotografie und mehr
Vorlaut
Life doesn’t frighten me
Café & Kuchen
»Nur das Beste«
Frische Ideen, superleckeres Brot und mehr– Bäcker Dries neu gedacht
Die Kunst der feinen Mischung
Kunst & Kultur
Junge Fotografie und mehr
Vorlaut
Life doesn’t frighten me
Essen & Trinken
Alles außer Champignons
Genuss, Gastfreundschaft und ein kleines Stück Griechenland
Gastgeberin mit rheinhessischem Herzschlag
Überzeugungstäter
Leckere Rezepte
Erdbeertörtchen
Erbsen, Burrata und schwarze Oliven
Oladky zum Vernaschen!
Spinat Gnocchi mit brauner Butter
Mode & Fashion
EIN ZIMMER VOLLER UNIKATE
Zur Kultur des Geschmacks