
Beim Beckenboden geht es nicht nur um Inkontinenz, sondern Kontrolle, Selbstbewusstsein, Sexualität, Fruchtbarkeit und Haltung – vom Kopf bis zu den Füßen.
»Dagegen kann frau etwas machen«
Nicht jede Frau hat Schmerzen, wenn die Spannkraft des Beckenbodens nachlässt. Oft ist es eher ein unangenehmes Hänge- oder Druckgefühl. Die Organe liegen wie auf einer Hängematte, und Probleme wie plötzliches Wasserlassen beim Niesen, Stressinkontinenz, Dranginkontinenz oder Mischformen beginnen. Es betrifft nicht nur betagte Frauen, sondern auch sportliche, schlanke Mittdreißigerinnen. Beim Joggen, Kampfsport oder auf dem Trampolin droht der Kontrollverlust. Viele Frauen verzichten deswegen auf geliebte Aktivitäten. Die gute Nachricht: Viele Beschwerden müssen nicht hingenommen werden. Dagegen kann frau etwas machen.
Warum auch junge Frauen betroffen sind
Bei meinen Patientinnen und in meinen Lounges spreche ich das proaktiv an. Würden Sie Trampolin springen? Schlafen Sie gut – oder müssen Sie nachts zur Toilette? Viele denken, das sei nach einer Geburt oder ›wenn man älter wird‹ normal. Doch auch Frauen ohne Kinder haben solche Probleme. In den Wechseljahren kommt oft noch Hormonchaos mit Östrogenmangel dazu.
Beckenboden stärken statt Beschwerden akzeptieren
Egal wie stark die Beschwerden sind, reize ich mit meinen Patientinnen zunächst die konservativen Möglichkeiten aus. Zum Beispiel die Beckenbodenstimulation auf dem Emsella-Stuhl: sechs bis acht Sitzungen mit Ruhephasen innerhalb von zwei bis drei Wochen. Die Patientin setzt sich bekleidet auf den Stuhl, verbringt dort entspannte 30 Minuten mit Blick in den Garten – und kehrt anschließend in ihren normalen Tagesablauf zurück. Ohne Schmerzen oder Nachbehandlung. Bei Trockenheit und leichten Inkontinenzbeschwerden kann auch eine Lasertherapie helfen, die zugleich die Kollagenproduktion fördert. Sinnvoll sind immer eine lokale Östrogenisierung sowie Beckenbodengymnastik, manchmal auch ein Pessar zur Unterstützung.
Individuelle Behandlung statt Standardlösung
Mir sind seriöse Therapien wichtig, deren Wirksamkeit durch Studien belegt ist. Kein Rundumschlag im OP. Ich nehme mir Zeit und sehe jede Frau als persönliches Projekt. In meiner Praxis sorgen wir für Ruhe und gute Organisation. Denn für alle Beschwerdebilder gilt: nicht akzeptieren, sondern früh gegensteuern. Dabei zu begleiten, ist meine Aufgabe.
Private Frauenarztpraxis Wiesbaden
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