
Vom Tower 1 der DekaBank in Frankfurt aus hat man die ganze Region im Blick – passend also, dass hier am 15. Januar die Pressekonferenz zum Start der World Design Capital (WDC) 2026 stattgefunden hat. Endlich ist es so weit: Wir sind Design Capital, und das als erste Region Deutschlands. »In einer Welt, die sich zunehmend fragmentiert anfühlt, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass Design ein mächtiges demokratisches Werkzeug ist.« Mit diesen Worten zeigte Andréa Springer, Acting Managing Director der World Design Organization, dass Design kein Luxus ist, sondern Haltung zeigt.
Design als demokratisches Werkzeug
Unter dem Titel ›Design for Democracy. Atmospheres for a Better Life‹ rücken bis zu 2.000 Veranstaltungen aus 450 Projekten in der ganzen Region den Gestaltungswillen in den Mittelpunkt. Carolina Romahn, Geschäftsführerin der WDC 2026, zeigte sich begeistert: »Dass sich in so kurzer Zeit so viele Menschen und Institutionen aktiv mit eigenen Ideen und Projekten beteiligen, zeigt, welches Gestaltungspotenzial […] in unserer Region steckt. Gestaltung und Design stehen für eine Haltung des Miteinanders und Mut zur Veränderung. Wir möchten, dass diese Haltung über 2026 hinaus lebendig bleibt.«
Ziele der World Design Capital 2026
Die Kernziele des Projekts sind die Verbesserung der Lebensqualität, die Stärkung regionaler Identitäten und die internationale Sichtbarkeit der Region. In anderen WDC-Städten haben sich in den vergangenen Jahren bereits nachhaltige positive Effekte für die jeweilige Designlandschaft gezeigt. Auch hier erhofft sich das WDC-Team die systematische Integration von Design in Verwaltung und Politik sowie die Steigerung der demokratischen Gestaltungskompetenz in der Region.

Öffentliche Räume, die Demokratie erlebbar machen
Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, zeigte sich zuversichtlich: »Gestaltung ist eine universelle und alltägliche Praxis: Sie macht Ideen greifbar, steuert unsere Wege im Alltag und schenkt uns Räume. Insbesondere für die Gestaltung öffentlicher Räume erwarte ich mir Impulse, die über das Jahr 2026 hinaus sichtbar und wirksam sein müssen. WDC ist für mich ein Reallabor, geschaffen für das Experiment mit offenem Ausgang.« Hartwig betonte außerdem die Notwendigkeit öffentlicher Räume ohne Konsumzwang – Räume, die durch die WDC eröffnet werden, etwa der WDC-Hub im Museum Angewandte Kunst Frankfurt oder der durch die Region reisende WDC-Pavillon. Aber auch eigenständige Projekte laden in der gesamten Region dazu ein, Design und Demokratie zu erleben.
Design for Democracy als Einladung zur Mitgestaltung
Prof. Matthias Wagner K, der Direktor des Museum Angewandte Kunst, äußerte sich dazu: »Der Titel World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 bietet die Chance, Design als ein Werkzeug zu verstehen, das ein friedliches, vielfältiges und demokratisches Miteinander fördern kann. Er ermöglicht, den enormen Herausforderungen unserer Zeit konkret zu begegnen. Design for Democracy ist eine Einladung zur aktiven Beteiligung an der Gestaltung unserer freiheitlichen Demokratie und unserer Zukunft.«
VivArt begleitet die World Design Capital 2026
Unter den Projekten findet sich auch der ›Audiowalk Hörmal Demokratie‹ von cicero Agentur und Verlag – demselben Team, das seit 20 Jahren VivArt schreibt, gestaltet und verlegt. Auch wir sind daher begeistert davon, dass das WDC-Jahr nun endlich in den Startlöchern steht. Es markiert den Beginn eines offenen Prozesses, den wir mit Neugier und Engagement begleiten – ganz unter dem Motto: Nicht meckern, sondern machen!

VivArt Service
Der Audiowalk Hörmal Demokratie ist ein Projekt von cicero Agentur & Verlag im Rahmen der WDC 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
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