
Das Konzept der kommenden Spielzeit soll für einen Neustart des zuletzt von Konflikten und Krisen geprägten Staatstheaters der hessischen Landeshauptstadt stehen. Nun soll der Dialog zwischen Theater und Bürger*innen sowie das Programm im Vordergrund stehen. Dies betonend, wandten sich zunächst der Hessische Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, und Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende mit Grußworten an die Anwesenden. Gert-Uwe Mende lobte das bereits sichtbare Engagement der neuen Theaterleitung. Neben Medienvertretern waren Klassen der Gutenbergschule der Einladung zur Pressekonferenz gefolgt.
Die Spielzeit 2024/25 steht unter dem Motto: Was ist unser Erbe? Eine Frage, die man sich vor allem in Krisen häufig zu stellen scheint. Die Intendantinnen stellen historische, kulturelle und migrantische Bezüge her die als Anstoß für Dialoge mit der Stadtgesellschaft dienen sollen. Bereits ein neues Logo des Theaters soll dies ausdrücken –weg vom elitären Altbekannten hin zu modernen grafischen Elementen. So ist nun ein Doppelpunkt– Symbol des Dialogs integriert.


Die Spielzeit wird Ende September mit einem prall gefüllten Eröffnungswochenende eingeläutet: sieben Premieren innerhalb von drei Tagen! In der neuen Spielzeit kann das Publikum wählen zwischen partizipativen oder klassischen, modernen und wohlbekannten Werken. Neu aufgelegt werden beispielsweise Klassiker wie Georg Büchners »Woyzeck« oder »Der fliegende Holländer« von Richard Wagner, zu sehen sind zudem spannende Uraufführungen oder Inszenierungen von in Vergessenheit geratenen Stücken wie etwa »Der Perlenfischer« von Georges Bizets.
Anlässlich des zehnten Geburtstags des hessischen Staatsballetts kündigte der Ballettdirektor ein vielfältiges Tanzprogramm an: Wie für Bruno Heynderickx üblich, wird es eine Mischung moderner, innovativer Inszenierungen sein, wobei teilweise die Interaktion mit dem Publikum integriert ist. Allen, die sich für eher klassisch choreografierte Inszenierungen interessieren, versicherte Heynderickx, dass er diese in Form von Gastspielen in Wiesbaden und Darmstadt auf die großen Bühnen zu bekommen plant.
Der neue Generalmusikdirektor des Staatstheaters Leo McFall verspricht in seiner Konzertplanung neben Meisterwerken von Beethoven & Co, durch Projekte Publikum und Orchester näher zusammenzubringen.

Auch das junge Staatstheater (JUST) wird in der kommenden Spielzeit von einer weiblichen Doppelspitze geleitet. Anne Tysiak und Emel Aydoğd setzen auf ein abwechslungsreiches und spartenübergreifendes Programm, das den Theaterbesuch für alle Altersgruppen interessant macht. Neuheit ist in dieser Spielzeit, dass das JUST erstmal ein eigenes kleines Ensemble – bestehend aus vier Schauspieler*nnen erhält. Zentraler Spielort wird in diesem Jahr die Wartburg in der Schwalbacher Straße sein, was dem Wunsch entgegenkommt, Theater zum Begegnungsort innerhalb der Stadtgesellschaft zu machen. Der Spielstätte „Studio“ erhält eine neue Rolle: Sie soll der Nachwuchsförderung dienen, indem Regiestudierende hier ihre Abschlussprojekte zur Aufführung bringen können.
Unsere Neugierde ist geweckt – auf die neue Spielzeit und den Austausch des Theaters mit der Stadtgesellschaft. Wir hoffen auf tolle Aufführungen des Hessischen Staatstheaters inklusive eines konstruktiven Austauschs – und ganz wenig Theater!
Das komplette Programm der neuen Spielzeit finden Sie hier:
Große Kunst
Junge Fotografie und mehr
Vorlaut
Life doesn’t frighten me
Aus der Gesellschaft
Demokratie zum Hören
Handwerk im Wandel
Daniel Sieben: Hier leben
Restaurant Tipps
Gastgeberin mit rheinhessischem Herzschlag
Überzeugungstäter
Viora Wiesbaden: Feine Küche, Grosse Gastfreundlichkeit
Zeit für dich
Lebensfreude steht im Mittelpunkt
Refugium für Mensch und Tier
Die Kraft des Schlafes
Maximale Versorgung in Wiesbaden
Leckere Rezepte
Spinat Gnocchi mit brauner Butter
Auberginen-Ziegenkäse-Türmchen mit Honig-Thymian
Gaumenschmaus à la Ukraine
Erbsen, Burrata und schwarze Oliven
Mode & Fashion
Zur Kultur des Geschmacks
Gutes Gewissen trägt nie auf