Gute Köpfe, gute Kunst

Volker Hummel im Gespräch mit Gabriella Riccardi, die inzwischen im 20. Jahr ganz allein ihr minimalistisches Frisureninstitut ARNO 1 führt und auf kleinem Raum große Kunst zeigt. Aktuell die sehr bunten, sehr lauten Malereien von ALLA B (links im Bild).

Foto: Kai Pelka

Frau Riccardi, Ihr Geschäft ist nach wie vor stark frequentiert, die Kundschaft verjüngt sich sogar weiter. Wie war es für Sie, plötzlich in einem systemrelevanten Beruf zu arbeiten?

Ich bin sehr stolz darauf, den Menschen pflegen zu können. Aber auf intellektueller Ebene habe ich mich schon immer für relevant empfunden.

Macht es selbstsicherer, etwas zu tun, was jeder braucht?

Unbedingt!

Wie bezeichnen Sie Ihren Beruf für sich selbst?

Ich bin eine Menschenmacherin. Bei Frisuren geht es gleich um den ganzen Menschen, ich kann Charaktere hervorholen oder unterstreichen.

An was arbeiten Sie im Stillen?

Das würde den Rahmen von VivArt sprengen. Ich bin Zwilling, ich habe viele Momente …

Tun Sie das, was Sie vom Elternhaus her tun sollten?

Ich tue nach vielen Jahren auf meinem Wege letztendlich das, mit dem ich in meinem Elternhaus aufgewachsen bin, das sehr musischkünstlerisch war. Ich sollte natürlich Akademikerin werden, aber in meinem Geschäft habe ich dann doch als Symbiose meine Herkunft in einem Raum mit der Kunst und meinem Beruf versöhnt.

Wenn Sie selbst Kunst schaffen würden, mit welchem Material würden Sie es tun?

Natürliche Materialien, Ölmalerei, aber auch Digitalität. Die Moderne interessiert mich. Vor allem ihr Wandel, denn alles Alte war ja auch mal modern.

Welche Gabe hätten Sie gern?

Ich wäre so gerne unbedarft konservativ und müsste nicht so viel nachdenken … müssen.

Gibt es ein Mittel gegen erblich bedingten Haarausfall? Bitte sagen Sie Nein …

Nein! Aber viele gute Wege, einen Menschen trotzdem schön zu verpacken.

Foto: ALLA B.: ›NO NAME GOLD‹, Ausstellung bei ARNO 1 (verkauft)

Beeinflusst Ihr körperliches Befinden Ihre Arbeit?

Im Privaten lasse ich es laufen, aber im geschäftlichen Bereich auf keinen Fall, dafür bin ich zu professionell. Und wenn, hat es fatale Folgen (lacht).

Drei Adjektive, die Sie in Aktion beschreiben?

Konzentriert, engagiert, motiviert.

Erkennen Sie die Pflegeprodukte Ihrer Kunden?

Ich erkenne den Zustand der Haare und frage höflich nach, was man denn nutzt, um etwas Besseres vorzuschlagen.

Ein Wohlgeruch für Sie?

Schwere holzig-würzige Gerüche, orientalische Aromen.

Was möchten Sie gerne vergessen?

Nichts, alles hat seinen Sinn!

Soll die Arbeit zufrieden machen, wie es Immanuel Kant verlangt, oder ist das zu viel verlangt?

Die Arbeit muss zufrieden machen! Nur so wird sie gut.

Sind Sie zufrieden?

Selbst wenn ich in nachdenkliche Phasen rutsche, merke ich, dass ich zufrieden sein darf mit dem, was ich erreicht habe. Also Ja!

Vielen Dank für das launige Gespräch!


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